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Welche Arten von Gasthermen gibt es?

Kombithermen

Kombithermen liefern sowohl Warmwasser (nach dem Durchlaufprinzip) als auch Heizungswärme für die Heizung. Die Wärme wird an den Raum abgegeben über Radiatoren bzw. Heizkörper oder über eine Flächenheizung (Wandheizung, Fußbodenheizung).

Kombithermen sind wandhängende Gasthermen. Kombithermen mit Heizwerttechnik gib es in 18 kW und 24 kW Nennwärmeleistung.

Brennwert Kombithermen gibt es in den Leistungsklassen ab 18 kW aufwärts mit bis zu 40 kW bei der Warmwasserleistung.




Heizthermen

Heizthermen dienen nur zu Heizzwecken. Sie können nicht direkt - wie eine Kombitherme - Warmwasser bereitstellen, sondern nur indirekt über externe Warmwasserspeicher.

Am Markt gibt es bei den Heizthermen mit Heizwerttechnik (Kaminthermen) nur mit maximaler Nennwärmeleistung von etwa 10kW.

Brennwert Heizthermen gibt es von 12 kW bis zu 50 kW Leistung.




Wärmezentren

Ein Wärmezentrum oder eine Wärmezentrale wird eine Kombination aus Heiztherme und einen von der Therme indirekt beheizten Beistellspeicher (Warmwasserboiler) bezeichnet. Bei der einen Variante ist die Heiztherme zumeist über dem bodenstehenden Warmwasserspeicher montiert. Bei den kompakten bodenstehenden Wärmezentralen sind Heiztherme und Boiler in einem Gehäuse integriert.

Der Vorteil von Wärmezentren liegt im Wesentlichen darin, daß eine an relativ geringen Heizbedarf ausgelegte Heiztherme mit hoher Warmwasserleistung eines Warmwasserspeichers kombiniert werden kann.




Boilerthermen

Boilerthermen sind wandhängende Wärmezentralen, also wandhängende Heizthermen mit integriertem Warmwasserspeicher (zumeist 30 - 45 Liter Fassungsvermögen). Damit wird der Warmwasserkomfort maßgeblich erhöht. Leistungsstarke Brennwert-Kombithermen mit einem heizungsseitig hohen Modulationsverhältnis eignen sich allerdings genauso gut dafür - ohne zeitliche Begrenzung des Duschvergnügens. Boilerthermen mit Heizwerttechnik werden von den Herstellern nicht mehr angeboten. Es gibt Boilerthermen nur mehr als Brennwertthermen.




Thermen mit Kaminanschlss

Thermen mit Kaminanschluss sind die üblichen, weit verbreiteten konventionellen Gasthermen. Sie sind an den Kamin angeschlossen. Vor jedem Thermenwechsel ist ein Kaminvorbefund vom zuständigen Rauchfangkehrer einzuholen.

Streng genommen sollten Gasthermen mit Heizwerttechnik nur in Ausnahmefällen montiert werden, z.B. bei Sammelkaminen mit natürlichem Auftrieb der Abgase. Tatsächlich werden Gasthermen mit Heizwerttechnik in Wien noch immer für den Thermentausch zugelassen.




Außenwand-Thermen

Außenwand-Thermen sind raumluft-unabhängig: Die Frischluft (Verbrennungsluft) wird per Ventilator durch ein eigenes Doppelrohrsystem von außen in die Brennkammer der Therme angesaugt. Außenwand-Thermen gibt es in der klassischen Ausführung mit dem Doppelrohr durch die Außenwand oder sie ist an ein LAS-System (Luft-Abgas-System; schaut für viele Nutzer wie ein "normales" Abgasrohr aus) angeschlossen. Bei LAS-Kaminen ist wie bei den Kamingeräten ein Kaminvorbefund erforderlich.

Außenwandthermen mit Heizwerttechnik (Gebläse gestützte Turbogeräte) dürfen seit dem in Kraft treten der ErP / EcoDesign Richtline der EU im September 2015 nicht mehr hergestellt werden, Lagerbestände durften weiter in den Handel gebracht werden. Derzeit (Stand Oktober 2019) sind nur mehr vereinzelt Heizwert-Außenwandthermen zu weit überhöhten Preisen am Markt aufzutreiben.

Außenwandthermen werden seit 2015 durch Brennwertthermen ersetzt.




Brennwert-Thermen

Brennwert-Thermen funktionieren nach einem anderen, effizienteren Prinzip als die üblichen sogenannten Heizwert-Thermen. Brennwertthermen haben einen höheren Wirkungsgrad (um einen max. 11% geringeren Energieverbrauch) - allerdings nur dann, wenn die Voraussetzungen für eine maximale Vorlauftemperatur von 55° C gegeben sind. Brennwert-Thermen sind in der Anschaffung wesentlich teurer, ein Ablauf für das Kondenswasser ist notwendig, ein kondensatfester Kamin und entsprechend groß dimensionierte Wärmeabgabeflächen (entsprechen groß dimensionierte Heizkörper, Flächenheizungen wie Wand- oder Fußbodenheizungen) sind für eine effiziente Betriebsweise und damit für eine effektive Energieeinsparung Voraussetzung.

Da Brennwertthermen bis auf 10% der Maximalleistung runter modulieren, wird die Laufzeit auf kleinster Stufe verlängert und damit die Anzahl energieintensiver Startvorgänge verringert. Die Verringerung der bei Heizwertthermen sehr häufigen Start- und Ausschaltvorgänge (in den Wiener Wohnungen unter 90 m2 Wohnfläche ist die minimale Heizleistung von 10 kW bei 18-kW-Kombithermen etwas doppelt so hoch wie für eine energiesparende möglichst lange Laufdauer wünschenswert wäre) bringt bei Brennwertthermen dann sehr wohl Energieeinsparungen und eine Verlängerung der Nutzungsdauer durch geringeren Verschleiß - das sollte man zumindest annehmen können. .




Leistungsklassen

Leistungsklassen Kombithermen gibt es grob gegliedert in den Leistungsklassen "18", "24", "28", "32" und "40" kW. Für die richtige Heizwert-Therme wird eine Heizlastberechnung herangezogen, Heizwertthermen sollten wegen der geringen Modulation (max. 1:2) nicht überdimensioniert werden, weil sie dann sehr ineffizient heizen.. Überschlägig kann man jedoch eine Faustformel verwenden. In Wien kann unter "normalen" Verhältnissen eines Mehrfamilienhauses ein Wert von etwa 45 Watt pro Kubikmeter Wohnraum zur Dimensionierung der Therme herangezogen werden.

Beispiel: Wohnungsgröße 95 m2 x Raumhöhe 3,1 m x 45 W/m3 = 14.725 W. D.h., eine 18-kW-Kombitherme reicht da völlig aus. Bei Raumhöhen von 3,1 m kann eine sogenannte 18 kW Therme bis 130 m2, eine 24 kW-Therme bis ca. 175 m2 und eine 28 kW-Therme bis ca. 200 m2 Wohnfläche beheizen.

Brennwert-Kombithermen können bei Wunsch nach hoher Warmwasserleistung größer als der Heizenergiebedarf ausgelegt werden, weil sie wegen der hohen Modulationsbereiche die Heizleistung auf bis zu 10% der maximalen Heizleistung runter anpassen können.