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Welche Arten von Gasthermen gibt es?

 

Kombithermen

Kombithermen liefern sowohl Warmwasser (nach dem Durchlauferprinzip) als auch Heizungswärme für die Heizung (über die Radiatoren bzw. Heizkörper).

Heizthermen

Heizthermen dienen nur zu Heizzwecken. Sie können nicht direkt - wie eine Kombitherme - Warmwasser bereitstellen.

Wärmezentren

Ein Wärmezentrum oder eine Wärmezentrale wird eine Kombination aus Heiztherme und einen von der Therme indirekt beheizten Beistellspeicher (Warmwasserboiler) bezeichnet. Bei der einen Variante ist die Heiztherme zumeist über dem bodenstehenden Warmwasserspeicher montiert. Bei den kompkaten bodenstehenden Wärmezentralen sind Heiztherme und Boiler in einem Gehäuse integriert.

Der Vorteil von Wärmezentren liegt im Wesentlichen darin, daß eine an relativ geringen Heizbedarf ausgelegte Heiztherme mit hoher Warmwasserleistung eines Warmwasserspeichers kombiniert werden kann.

Boilerthermen

Boilerthermen sind wandhängende Wärmezentralen, also wandhägende Heizthermen mit integriertem Warmwasserspeicher (zumeist 30 - 45 Liter Fassungsvermögen). Damit wird der Warmwasserkomfort maßgeblich erhöht. Leistungsstarke Brennwert-Kombithermen mit einem heizungsseitig hohen Modulationsverhältnis eignen sich allerdings genau so gut dafür - ohne zeitliche Begrenzung des Duschvergnügens.

Thermen mit Kaminanschluß

Thermen mit Kaminanschluß sind die üblichen, weit verbreiteten Gasthermen. Sie sind an den Kamin angeschlossen. Vor jedem Thermenwechsel ist ein Kaminvorbefund vom zuständigen Rauchfangkehrer einzuholen.

Aussenwand-Thermen

Aussenwand-Thermen sind raumluft-unabhängig: Die Frischluft (Verbrennungsluft) wird per Ventilator durch ein eigenes Doppel-Rohrsystem von außen in die Brennkammer der Therme angesaugt. Aussenwand-Thermen gibt es in der klassischen Ausführung mit dem Doppelrohr durch die Aussenwand oder sie ist an ein LAS-System (Luft-Abgas-System; schaut von außen wie ein "normales" Abgasrohr aus) angeschlossen. Bei LAS-Kaminen ist wie bei den Kamingeräten ein Kaminvorbefund erforderlich.

Brennwert-Thermen

Brennwert-Thermen funktionieren nach einem anderen, effizienteren Prinzip als die üblichen sogenannten Heizwert-Thermen. Brennwertthermen haben einen höheren Wirkungsgrad (um einen etwa 10 - 15% geringeren Energieverbrauch) - allerdings nur dann, wenn die Voraussetzung für eine maximale Vorlauftemperatur von 55° C gegeben sind. Brennwert-Thermen sind in der Anschaffung wesentlich teurer, ein Ablauf für das Kondenswasser ist notwendig, ein kondensfester Kamin und entsprechend groß dimensionierte Heizkörper (am besten eine Fächenheizung wie eine Wand- oder Fußbodenheizung) sind für eine effiziente Betriebsweise und damit für eine effektive Energieeinsparung notwendig. Trotz Förderung durch die Stadt Wien rechnet sich derzeit eine Umstellung auf Brennwert erst dann, wenn mindestens 100,- € reine Heizkosten pro Jahr eingespart werden können.

Leistungsklassen

Leistungsklassen Kombithermen gibt es grob gegliedert in den Leistungsklassen "18", "24", "28", "32" und "40" kW. Für die richtige Heizwert-Therme wird eine Heizlastberechnung herangezogen, Heizwertthermen sollten wegen der geringen Modulation (max. 1:2) nicht überdimensioniert werden, weil sie dann sehr ineffizient heizen.. Überschlägig kann man jedoch eine Faustformel verwenden. In Wien kann unter "normalen" Verhältnissen eines Mehrfamilienhauses ein Wert von etwa 45 Watt pro Kubikmeter Wohnraum zur Dimensionierung der Therme herangezogen werden.

Beispiel: Wohnungsgröße 95 m2 x Raumhöhe 3,1 m x 45 W/m3 = 14.725 W. D.h., eine 18-kW-Kombitherme reicht da völlig aus. Bei Raumhöhen von 3,1 m kann eine sogenannte 18 kW Therme bis 130 m2, eine 24 kW-Therme bis ca. 175 m2 und eine 28 kW-Therme bis ca. 200 m2 Wohnfläche beheizen.

Brennwert-Kombithermen können bei Wunsch nach hoher Warmwasserleistung größer als der Heizenergiebedarf ausgelegt werden, weil sie wegen der hohen Modulationsbereiche die Heizleistung auf bis zu 10% der maximalen Heizleistung runter anpassen können.