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Welche Thermen gibt es?

Kombithermen
liefern sowohl Warmwasser (nach dem Durchlauferprinzip) als auch Heizungswärme für die Heizung (über die Radiatoren bzw. Heizkörper).
Heizthermen
dienen nur zu Heizzwecken. Sie können nicht direkt - wie eine Kombitherme - Warmwasser bereitstellen.
Thermen mit Kaminanschluß
sind die üblichen, weit verbreiteten Gasthermen. Sie sind an den Kamin angeschlossen. Vor jedem Thermenwechsel ist ein Kaminvorbefund vom zuständigen Rauchfangkehrer einzuholen..
Aussenwand-Thermen
sind raumluft-unabhängig: Die Frischluft (Verbrennungsluft) wird per Ventilator durch ein eigenes Doppel-Rohrsystem von außen in die Brennkammer der Therme angesaugt. Aussenwand-Thermen gibt es in der klassischen Ausführung mit dem Doppelrohr durch die Aussenwand oder sie ist an ein LAS-System (Luft-Abgas-System; schaut von außen wie ein "normales" Abgasrohr aus) angeschlossen. Bei LAS-Kaminen ist wie bei den Kamingeräten ein Kaminvorbefund erforderlich.
Brennwert-Thermen
funktionieren nach einem anderen, effizienteren Prinzip als die üblichen sogenannten Heizwert-Thermen. Brennwertthermen haben einen höheren Wirkungsgrad (um einen etwa 17% geringeren Energieverbrauch) - allerdings nur dann, wenn die Voraussetzung für eine maximale Vorlauftemperatur von 55° C gegeben sind. Brennwert-Thermen sind in der Anschaffung wesentlich teurer, ein Ablauf für das Kondenswasser ist notwendig, ein kondensfester Kamin und entsprechend groß dimensionierte Heizkörper (am besten eine Fächenheizung wie eine Wand- oder Fußbodenheizung) sind für eine effiziente Betriebsweise und damit für eine effektive Energieeinsparung notwendig. Trotz Förderung durch die Stadt Wien rechnet sich derzeit eine Umstellung auf Brennwert erst dann, wenn mindestens 100,- € reine Heizkosten pro Jahr eingespart werden können.

Leistungsklassen
Kombithermen gibt es grob gegliedert in den Leistungsklassen "18", "24" und "28" kW. Für die richtige Therme wird eine Heizlastberechnung herangezogen. Überschlägig kann man jedoch eine Faustformel verwenden. In Wien kann unter "normalen" Verhältnissen eines Mehrfamilienhauses ein Wert von etwa 45 Watt pro Kubikmeter Wohnraum zur Dimensionierung der Therme herangezogen werden.

Beispiel: Wohnungsgröße 95 m2 x Raumhöhe 3,1 m x 45 W/m3 = 14.725 W. D.h., eine 18-kW-Kombitherme reicht da völlig aus. Bei Raumhöhen von 3,1 m kann eine sogenannte 18 kW Therme bis 130 m2, eine 24 kW-Therme bis ca. 175 m2 und eine 28 kW-Therme bis ca. 200 m2 Wohnfläche beheizen.